Von eigenen Erfahrungen erzählt

Neun Klassen setzten sich am Projekttag in Diepoldsau mit Rassismus auseinander

Am Montag, 26. September fand an der Primarschule Diepoldsau ein Projekttag gegen Rassismus statt. Rund 170 Schüler*Innen der 4.-6. Klassen haben daran teilgenommen. Der Projekttag fand im Rahmen der Aktionstage gegen Rassismus des Kantons St. Gallen statt.
Eindrückliche Gespräche

In einem Workshop mit Ursula Stadlmüller, Fatmire Sopa und Chantale Beusch von der Fachstelle Integration Rheintal konnten die Schüler*innen sich kindgerecht an das Thema Rassismus und rassistische Diskriminierung herantasten. Auf spielerische Art wurden eigene Vorurteile entdeckt und herausgefunden, wie Gruppenzugehörigkeiten gebildet werden. Anhand von Beispielen und eigenen Erfahrungen der Schüler*innen wurde aufgezeigt, wie Diskriminierung und Ausschluss entstehen. Nämlich nicht durch Unterschiede selbst, sondern durch die Bewertung ebendieser Unterschiede und Gruppen. «Die Kinder haben von eigenen Erfahrungen erzählt. Sie sind betroffen und verstehen nicht, warum Rassismus so oft vorkommt in unserer Gesellschaft», erzählt Ursula Stadlmüller.

In einem zweiten Teil diskutierten die Schüler*innen in kleineren Gruppen mit den Schlüsselpersonen der Fachstelle Integration über das Thema Rassismus. Sie durften dabei ihren Gesprächspartnern in der «Living library» alle Fragen stellen. Diese Gespräche mit Thilagsi Sutheswaran, Yasmin Mohamed Sufi, Ibrahim Anwar Mohamed, Hilal Uzdilli, Nihal Taha, Bella Glinksi und Merita Aliu waren das Highlight des Projekttages für viele Kinder. «Wir haben so viele gute Gespräche gehabt», berichtet Ibrahim Anwar Mohamed. Yasmin Mohamed Sufi doppelt nach: «Die Kinder sind einfach super!». Ihre Eindrücke konnten die Schüler*innen auf einem Wimpel festhalten, jede Klasse kann nun als Erinnerung an diesen spannenden Tag die Wimpelkette in ihrem Klassenzimmer aufhängen.

Lehrmittel-Workshop «Verfolgt und Vertrieben»

Während der zwei Lektionen, in denen die Schüler*innen sich mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen, besuchten die Lehrpersonen einen Workshop zum Lehrmittel «Verfolgt und Vertrieben» durch den Lehrmittel-Autor Urs Urech. Das Lehrmittel behandelt die Themen Rassismus, Diskriminierung und Ausschluss kindgerecht anhand des Holocaust und ist für die Mittelstufe (4.-6. Klasse) konzipiert. Das Lehrmittel kann als Anknüpfungspunkt an den Projekttag gebraucht werden.

Sporttag 2022

Am Dienstag 6. September fand bei unerwartet gemischten Wetterverhältnissen unser diesjähriger gemeinsamer Sporttag Mitteldorf-Kirchenfeld statt.

Die 1. und 2. Klassen machten das beste aus dem durchnässten Schulareal und genossen die sonnigen Abschnitte bei fantasievollen Spielen. Die glücklichen Gesichter sagen genug: Der Vormittag war ein voller Erfolg!

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Die Spiele forderten Geschicklichkeit, Koordination, Balance, Teamwork, Schnelligkeit, gute Wurftechnik aber auch Mut und gute Kommunikation.

Die 3. und 4. Klassen verbrachten ihren Vormittag an verschiedenen Standorten in Diepoldsau. Je eine Kirchenfeld-Klasse war mit einer Mitteldorf-Klasse gemeinsam unterwegs. Im Strandbad wurde jongliert, Kubb und andere Spiele gespielt. Im Wäldli lernten die Kinder Spiele wie Frisbee-Boule, Memory-Lauf und Discgolf kennen. Entlang des Vitaparcours fanden Kooperationsspiele, Slalom und Fallschirmspiele statt, und beim Schulhaus Mitteldorf wurde mit dem Grossseil gesprungen sowie Büchsenwerfen und Gummitwist gespielt.

Auch die 5. und 6. Klassen waren verschiedenen Orten aktiv, teils auf dem Schulareal und in Diepoldsau, teils unterwegs im Rheintal. Zur Auswahl standen die Aktivitäten Minigolf in Altstätten, Judo in Balgach, Eislaufen in der Eishalle in Widnau, eine Velotour durchs Rheintal, eine Inline Tour durchs Rheinvorland, Beachvolleyball im Strandbad Diepoldsau, verschiedene Spielturniere oder Zumba / Street Dance in den Turnhallen in der MZH Kirchenfeld, Klettern in der Kletterhalle Widnau und Geocaching entlang des Vitaparcours in Diepoldsau.

Anfänglich gab es Zweifel bei einigen der Gruppen, ob ihre Aktivität denn durchgeführt werden kann: Zwischen 7:30 und 8:30 Uhr morgens regnete es in Strömen. Die Inline-Gruppe überlegte sich bereits Alternativen oder dachte über die Rollschuhtauglichkeit der Mehrzweckhalle nach, auch die Velofahrer waren nicht begeistert. Doch um 8:30 hatten sich die Wolken ausgeregnet, und eine lange trockene Phase begann. Bald schien sogar die Sonne, und die Strassen trockneten rasch ab.

Vor dem Mittagessen trafen alle Gruppen nach und nach bei der Sportanlage Rheinauen ein, wo das Hauswartteam das Mittagessen und verschiedene Getränke für alle SchülerInnen, LehrerInnen und HelferInnen gerichtet hatte.

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Um die Mittagszeit wurden die Wolken wieder dichter, und als die Fussball- und Alaskaballturniere begannen, tröpfelte es auch wieder leicht. Mit grossem Einsatz spielten die Dritt- bis Sechstklässler jedoch unbeirrt weiter und machten vor der trüben Kulisse ordentlich Stimmung.

Insgesamt war der Sporttag ein voller Erfolg für alle Beteiligten. Insbesondere war es schön zu sehen, wie die Kinder aus den verschiedenen Schulhäusern die Gelegenheit nutzten, sich besser kennenzulernen.

Kennenlernexkursion der 5. Klassen

Die 5a und 5b genossen einen wunderbaren Kennenlerntag im schönen Appenzell. Die 5a schrieb nach der Exkursion Berichte, hier sind einige Ausschnitte:

Der Barfussweg und der Fluss

Wir waren beim Barfussweg und ich habe es genossen. Beim Schlamm hatte ich Spass, weil es richtig entspannend und cool war. Und es gab noch einen Fluss in dem alle mit den Füssen badeten.

Ich bin den ganzen Weg barfuss gelaufen. Der Fluss war sehr kalt aber erfrischend.

Am Barfussweg hatte es einen Schlammweg. Da nahm ich einen Haufen Schlamm und knetete ihn in einen Schlammball.

Ich und die Füsse…. Ich konnte nicht auf dem Barfussweg mitlaufen weil ich eine Verletzung am Fuss hatte.

Ich bin am Anfang durch den Schlamm gelaufen. Fast am Schluss kam ich an einem Bach vorbei wo ich die Füsse hineinhielt und ein bisschen herum lief.

Mir hat das Wasser sehr gefallen.

Den Matsch fand ich irgendwie komisch aber auch voll lustig.

Ich und meine Klasse waren beim Barfussweg. Es war eine spannende Tour gewesen, vor allem durch den Schlamm zu gehen. Anschliessend sind wir noch ins Wasser gestiegen. Es war eine tolle Erfrischung gewesen.

Ich und meine Freundinnen haben im Fluss gebadet und wir sind bis nach hinten gelaufen, das hat mega viel Spass gemacht.

Ich bin in ein Schlammloch gestanden. Es war sehr tief.

Am Fluss hatte es viele Steine.

Ich bin in den Matsch gestanden und er ist kühl gewesen. Der Fluss war kalt und die Steine sind rutschig gewesen.

Ich bin in kaltes Wasser gegangen und habe meine Füsse dort gewaschen. Es hatte sehr viele Steine bei dem Barfussweg.

Ich war im Schlamm und es war tief.

Am Anfang des Barfusswegs hatte es Schlamm und ich bin in tiefste Schlammgrube hineingestanden.

Tier- und andere Begegnungen unterwegs

Mehrere Hasen und einen Marder habe ich gesehen.

Am Schluss habe ich den Marder noch alleine gesehen. Die Schweine haben mir sehr leid getan.

Ich habe Babykätzchen getragen und sie waren süss.

Das Eidechslein bei den Steinen war sehr süss.

Ich bin mit dem Zug gefahren. Ich war in der Nähe vom Golfplatz. Da war ein Brunnen und ich habe meine Flasche aufgefüllt. In der Nähe vom Brunnen war ein Haus. Das hat spannend ausgesehen.

Ich habe sehr viel erlebt, zum Beispiel habe ich einen Marder gesehen.

Der Bauer hat mich und die anderen Kinder gefragt, ob wir ein Kätzchen kaufen wollen. Die Kätzchen waren sehr teuer, ich glaube 200 Franken oder so.

Es war sehr heiss. Ich habe viele verschiedene Sachen gesehen. Ich sah zwei Leute mit einem Regenschirm bei dem heissen Wetter.

Nachdem wir mit so vielen Verkehrsmitteln gefahren sind war mir kurz schwindelig, aber es war auch sehr cool.

Mit dem Zug und mit dem Bus fahren gefiel mir sehr.

Am Grillplatz

Es hatte eine Feuerstelle an der wir grillten. Ich hatte Blevita und drei oder vier Wienerli. Ich fand es war schön zuzuschauen wie die Würstchen gegrillt werden.

Zum Mittagessen hatte ich eine leckere Bratwurst.

Zum z’Mittag habe ich einen feinen Schüblig gegessen. Das Feuer war sehr gross, und ich habe mich noch verbrannt, als ich eine Bratwurst runter geholt habe. Flurin und ich waren die zwei Grillchefs. Es hat mega Spass gemacht.

Ich habe eine Wurst gegrillt und sie war fein.

Ich habe eine ganz feine Wurst gegessen am coolen Grillplatz.

Der Spielplatz

Der Spielplatz ist voll cool gewesen.

Wir spielten Verknoterlis. Es war ziemlich schwierig zu sagen was die anderen für Bewegungen machen mussten.

Wir mussten ein cooles Knotenspiel lösen. Es war cool.

Wir haben das Knotenspiel gespielt. Wir haben Fussball gespielt: 5A gegen 5B. Aber 5A hat verloren.

Auf dem Spielplatz habe ich mich auf die Schaukel gesetzt.

Meine Freunde und ich haben auf dem Spielplatz Fussball gespielt. Es war witzig.

Beim Spielplatz spielten meine Klasse und die Parallelklasse ein Spiel. Ein paar Mädchen und ich spielten Sonne, Mond und Stern.

Es gab dort sehr viele Sachen zum Spielen. Gerne wäre ich noch mit der Rodelbahn gefahren. Mir hat das Knotenspiel auch noch sehr gefallen.